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Chancen der Energiewende in Berlin 12.10.2016
Das Expertengespräch mit Vera Gäde-Butzlaff, Vorstandsvorsitzende der GASAG Berliner Gaswerke AG und Dr. Nikolaus Meyer, Geschäftsführer (CEO) der Geo-En Energy Technologies GmbH zu den Chancen der Energiewende in Berlin beschäftigte sich intensiv mit der Rolle der Wirtschaft innerhalb der Energiewende. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Markus Wessel dem Vorsitzenden der Landesfachkommission Energie und Umwelt und Mitglied im Landesvorstand.

Dr. Nikolaus Meyer veranschaulichte an verschiedenen Projekten der Geo-En welche Erfahrungen sich aus dem Bau und Betrieb hybrider Energieanlagen ergeben und welche Beiträge der Berliner Mittelstand zur Energiewende leisten könne. Das seien vor allem die die Entwicklung und Etablierung innovativer Energiesysteme und Energiedienstleistungen, die Planung und der Bau von Energieanlagen unter Sicherung von Qualität und Versorgung und IT-Lösungen für intelligente Steuerung und Vernetzung von dezentralen Anlagen und Speichern. Herr Meyer führte insbesondere die wirtschaftlich attraktive Möglichkeit des geothermischen Kühlens von Bürogebäuden und Wohnanlagen aus.

Vera Gäde-Butzlaff machte deutlich, dass die Ziele der Energiewende gesellschaftsübergreifend unumstritten seien und große Chancen für die Wirtschaft – auch in Berlin bieten würden. Allerdings gäbe es unterschiedliche Wege, um zum Ziel zu gelangen. Die Vorstandsvorsitzende der GASAG plädierte für Pragmatismus, Flexibilität und Orientierung an Erfolgsfaktoren. Dazu gehöre die Fokussierung auf kurzfristig umsetzbare und schnell wirkende Maßnahmen die mit einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis Sozialverträglichkeit und Akzeptanz gewährleisten, die stärkere Nutzung der Synergiepotenziale und Vernetzungsmöglichkeiten der Berliner Stakeholder, die Schaffung effizienter Strukturen und vor allem die Erhaltung wettbewerblicher Rahmenbedingungen. Denn „eine erfolgreiche Energiewende ist von erfolgreichen Unternehmen abhängig, die nur damit in der Lage sind Klimaschutzbeiträge zu erbringen“ schloss Gäde-Butzlaff ihre Ausführungen.